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Die gesetzlichen Regelungen zur Entgeltfortzahlung finden sich in § 11 Bundesurlaubsgesetz. Danach bemisst sich der Anspruch des Arbeitnehmers auf Urlaubsentgelt nach dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt, dass dieser in den letzten 13 Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat. Hintergrund dieser Regelung ist der Gedanke, dass der Arbeitnehmer während des Urlaubs nicht besser, aber auch nicht schlechter gestellt werden soll, als wenn er in dieser Zeit gearbeitet hätte.

Falls der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor Beginn des Urlaubs keine Vergütung erhalten hat – etwa wegen einer längeren Erkrankung – hat er gemäß § 11 Abs. 1 S. 1 Bundesurlaubsgesetz einen Anspruch auf der Grundlage des Durchschnittsentgelts, welches er in den letzten 13 Wochen, in denen er einen Anspruch auf Arbeitsvergütung hatte, verdient hat. Bei der Berechnung sind auch Zuschläge - etwa für Nachtarbeit - sowie Mehrarbeitsvergütungen zu berücksichtigen. Bloße Aufwandsentschädigungen hingegen stellen grundsätzlich keinen Arbeitsverdienst dar und sind daher nicht zu berücksichtigen, es sei denn, der damit abgegoltene Aufwand fällt auch im Urlaub an.

Verdiensterhöhungen im Bezugszeitraum und im Urlaub sind gemäß § 11 Abs. 1 S. 2 Bundesurlaubsgesetz dann zu berücksichtigen, wenn sie nicht nur vorübergehend gewährt werden. Verdienstkürzungen im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsunfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis werden hingegen nach § 11 Abs. 1 S. 3 Bundesurlaubsgesetz hingegen nicht berücksichtigt.

Spezielle Fragestellungen bei der Berechnung können sich insbesondere bei Arbeitsverhältnissen auf der Grundlage flexibilisierter Arbeitszeiten sowie Vergütungsvereinbarungen mit flexiblen Lohnbestandteilen wie etwa Provisionen ergeben. Bei Problemen ist in einem solchen Fall unbedingt die Beratung bei einem auf das Arbeitsrecht spezialisierten Fachanwalt zu empfehlen. Die Rechtsanwaltskanzlei Kühne steht Ihnen hierfür jederzeit gern zur Verfügung.        

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